Jugendfeuerwehr-Großübung in Beilngries
Auch in diesem Jahr fand wieder eine große Gemeinschaftsübung aller Jugendfeuerwehren der Großgemeinde Beilngries statt. Ausrichter war heuer die Freiwillige Feuerwehr Beilngries. Das Unternehmen Brand Landtechnik GmbH aus Beilngries stellte dafür dankenswerterweise das Firmengelände zur Verfügung.
Alarmierung und Einsatzablauf
Dort, wo normalerweise Landmaschinen vertrieben und instandgesetzt werden, wurde an diesem Tag der Brand einer Werkstatthalle mit vermissten Personen simuliert. Eine große Zahl an Zuschauer fand sich hierfür auf dem weitläufigen Betriebsgelände ein.
Nacheinander fuhren nun die Feuerwehren Beilngries, Hirschberg, Paulushofen, Grampersdorf, Irfersdorf, Neuzell, Biberbach, Kottingwörth, Wolfsbuch und Kevenhüll mit Löschfahrzeugen, Drehleiter und Traktorgespannen zum Einsatzort. Gemäß des im Vorfeld ausgearbeiteten Übungsplans positionierten sich die einzelnen Löschgruppen nach Meldung beim Einsatzleiter rund um das Gebäude.
Unter der Anleitung von erfahrenen Feuerwehrleuten führten die Jugendlichen die verschiedenen Aufgaben durch, um den inszenierten Großbrand zu löschen. Verteiler und Strahlrohre mussten aufgebaut, Tragkraftspritzen positioniert und zahlreiche Schläuche verlegt werden. Das nötige Löschwasser wurde mit sechs Pumpen und Saugleitungen aus dem nahen Rhein-Main-Donau Kanal entnommen, wobei die Schlauchführung mittels Leiterbock über einen Zaun und Schlauchbrücken über die Zufahrtswege bewerkstelligt werden konnte.
Dabei gingen die Jugendlichen engagiert zur Sache, hier zahlten sich die regelmäßigen Übungen im Nachwuchsbereich aus. So dauerte es auch gar nicht lange, bis über Funk „Wasser marsch!“ durchgegeben wurde und die Brandbekämpfung beginnen konnte.
Zur Personenrettung gingen derweil zwei Trupps im Innenangriff ins Gebäude vor, wobei die vermissten Übungsstatisten rasch aufgefunden und ins Freie gebracht werden konnten. Auch die Absicherung der Einsatzstelle sowie die Kommunikation über Funk waren Bestandteil der Übung. Mit insgesamt 18 C-Strahlrohren aus allen Himmelsrichtungen und dem Wasserwerfer auf der großen Drehleiter war der Löschangriff innerhalb weniger Minuten in vollem Gange.
Fazit und Nachbesprechung
Nach etwa einer Stunde konnte man die Übung für erfolgreich beendet erklären. Bürgermeister Helmut Schloderer und Kreisbrandrat Martin Lackner lobten die gute Zusammenarbeit zwischen der Stützpunktfeuerwehr und den kleineren Ortsfeuerwehren. Sie hoben vor allem den Stellenwert der Nachwuchsarbeit, das große ehrenamtliche Engagement der zahlreichen Jugendlichen und die Wichtigkeit, dem Feuerwehrdienst treu zu bleiben, hervor.
Maximilian Bengl, Hauptorganisator und Jugendwart der Feuerwehr Beilngries, zeigte sich mit dem Verlauf und der Teilnehmerzahl sehr zufrieden. Die Übung verfolgten ebenfalls Kreisbrandmeister Michael Kappelmeier und Mitglieder des Beilngrieser Stadtrats, unter ihnen der zweite Bürgermeister Christian Gerner und Feuerwehr-Referentin Stefanie Schmidtner. Im Anschluss servierte der Betreuungszug des BRK Beilngries leckere bayerische Hotdogs für alle Mitwirkenden.
Großübungen als Jahreshighlight
Die Feuerwehren der Großgemeinde Beilngries organisieren jährlich eine gemeinsame Übung mit wechselnden Austragungsorten. In dieser Größenordnung stellt dies im Landkreis Eichstätt und auch darüber hinaus eine echte Besonderheit dar. Solche Übungen fanden mit großem Erfolg bereits in Biberbach, Kottingwörth, Grampersdorf, Irfersdorf und nun auch in Beilngries statt.
Ein Dank geht an die Firma Brand GmbH für das Bereitstellen des Übungsobjekts, an REWE Hummel Beilngries für die finanzielle Unterstützung sowie an alle Teilnehmer, Betreuer und Helfer für das ehrenamtliche Engagement!
Teilnehmer an der Großübung:
FF Beilngries
FF Biberbach
FF Grampersdorf
FF Hirschberg
FF Irfersdorf
FF Kevenhüll
FF Kottingwörth
FF Neuzell
FF Paulushofen
FF Wolfsbuch
BRK Betreuungszug Beilngries
Kreisbrandinspektion Eichstätt
Vertreter Stadt Beilngries