Feuerwehr baut Fahrzeug um: Neuer RW-Waldbrand in Dienst gestellt

8. Januar 2022
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„Aus Alt mach Neu“ mit diesen Worten begrüßte Kommandant Alexander Heimisch alle Floriansjünger und einige Gäste, darunter auch Diakon Daniel Becki, Bürgermeisterin Andrea Mickel, stellv. Landrat und Ehrenkreisbrandinspektor Bernhard Sammiller, Ehrenmitglied und Altlandrat Anton Knapp, Ehrenkommandant Josef Knabl, Ehrenmitglied Engelbert Zientek und Kreisbrandrat Martin Lackner, zur Fahrzeugweihe am Vorplatz des Gerätehauses.

„Wir freuen uns sehr über unser „neues Fahrzeug“ und dabei musste die Marktgemeinde keinen einzigen Euro in die Hand nehmen: Komplett in Eigenleistung haben unsere aktiven Mitglieder den alten Unimog, der bisher als Rüstwagen gedient hatte, zu einem „Rüstwagen Waldbrand“ umgebaut. Durch das Engagement der Helfer können wir der Marktgemeinde sogar einen vierstelligen Betrag sparen“, freut sich Kommandant Alexander Heimisch. „Ohne den Umbau wären neue Rollcontainer nötig gewesen, um neue Ausrüstungsgegenstände aufzunehmen. Bereits im Oktober 2019 hatte sich Heimisch bei einem Seminar in Potsdam über aktuelle Entwicklungen zur Bekämpfung von Wald- und Vegetationsbränden fortgebildet. Sein Fazit: „Auch wenn wir große Waldbrände wie in Brandenburg oder Mecklenburg bei uns nicht zu befürchten haben: Der Klimawandel und strukturelle Entwicklungen machen es nötig, dass sich auch bayerische Feuerwehren mit diesem Thema auseinandersetzen.“

Durch die Neubeschaffung des Gerätewagens Logistik im vergangenen Jahr war für die Feuerwehr der Unimog aus dem Jahr 1985 nicht mehr als Rüstwagen, das heißt als Fahrzeug mit umfangreichen Möglichkeiten in der technischen Hilfeleistung, notwendig. „Insgesamt war die Ausrüstung größtenteils veraltet, wir wollten aber das Fahrgestell, das ja weiter gut in Schuss ist, auch in Zukunft verwenden“, so der Kommandant. Zusammen wurde die neue Beladung, sowie der Umbau konzipiert. Insgesamt wurden über 250 Arbeitsstunden in das Projekt investiert, alle Kosten, die für den Umbau entstanden sind, hat der Feuerwehrverein übernommen.

Eine Norm oder offizielle Vorgaben für einen Rüstwagen „Waldbrand“ gibt es nicht, die Ausstattung wurde an den Einsatzzwecken in der Region so entwickelt, dass der Unimog den Gaimersheimer Fuhrpark für Einsätze im Wald oder unwegsamen Gelände ergänzt. Hauptzweck ist dabei die Unterstützung bei Bränden. Hierzu ist der Rüstwagenwagen mit Feuerpatschen, Waldbrandwerkzeugen, speziellen Schläuchen und Armaturen sowie Löschrucksäcken ausgestattet. Auch ein kleiner Wasservorrat wird dauerhaft mitgeführt. Für technische Hilfe verfügt das Fahrzeug ebenfalls über eine Grundausstattung, wie etwa eine Motorsäge, einen Lichtmast oder eine Seilwinde. Einen größeren Einsatz hat der RW-Waldbrand schon hinter sich. Er war nämlich beim Hochwasser-Einsatz in Rheinland-Pfalz dabei.