Maskenfertigungen im Landkreis Eichstätt finden süßen Abschluss

27. Mai 2020
Knapp 200 Helferinnen und Helfer stellen nach über 6000 Stunden erfolgreiche Schutzmaskenproduktion langsam ein

Vor etwas über zwei Monaten begann der Aufruf zur Unterstützung im Bereich des Zuschnittes und Näharbeiten für Schutzmasken des sognannten „Aiwanger Stoffes“. David Vogl vom Landratsamt aus dem Bereich der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) suchte Verbündete die nun die angelieferten Stoffrollen zu Mundschutz verarbeiten könnten. Mit Larissa Baumann aus der Gemeindeverwaltung Denkendorf konnte eine Unterstützerin gefunden werden, die sofort über die sozialen Netzwerke eine Suchabfrage startete und in ihrer Freizeit dann die Arbeiten steuerte. Die Feuerwehrinspektoren Franz Waltl, Christoph Schermer und Hans Baumeister, Nadine Huber (1. Vorstand der FF-Pförring), Dominik Überall (FF-Kipfenberg) sowie Kreisbrandrat Martin Lackner boten ebenfalls ihre Unterstützung an und beteiligten sich in der Logistikarbeit. Viele ehrenamtliche Kräfte folgten dem Aufruf zur Unterstützung in der „Corona Pandemie-Zeit“ und boten spontan ihre Hilfe an. So konnten dann letztendlich sehr viele freiwillige Helfer gefunden werden. Etliche Freiwilligen Feuerwehren halfen beim Zuschnitt der Stoffe sowie beim Fahrdienst. Weiter verteilten sie die geschnittenen Stoffe an die vielen Näherinnen, holten auch die fertigen Masken wieder ab und brachten sie zur Sammelstelle nach Denkendorf. Aus der Gemeinde Denkendorf unterstützten auch die Firma Kabeltronik mit einer Drahtspende sowie die Firma Pickl, die ein Hilfsgerät anfertigte und auch die Firma Stiefel aus Lenting folgte mit Stoffspenden. Weiter halfen bei der Maskenproduktion die Lebenshilfe Gaimersheim und das Seniorenheim Denkendorf. Viele helfenden Näherinnen, etwa knapp 200 Personen an der Zahl, haben in den vielen Wochen der Ausgangsbeschränkung die angelieferten Stoffe in ganz vielen Stunden zu Schutzmasken (MNS) verarbeitet, prominenteste Näherin war dabei MdL Tanja Schorer Dremel. Bei der ersten Maskenproduktion im März konnten so etwa 3000 Masken an alle Feuerwehreinsatzkräfte sowie Masken für die Klinik Eichstätt verteilt werden. Nach dem nun erfolgreichen Abschluss bei dem nun weitere ca. 19.500 Einsatzmasken hergestellt wurden, wollten sich die FüGK und die Feuerwehrführung bei den vielen ehrenamtlichen Näherinnen und Fahrdiensten bedanken. (22.500 Masken wurden letztendlich nun in über 6000 Stunden gefertigt)
Als Dankeschön wird nun über die Feuerwehren, die im Fahrdienst mitgeholfen haben an die Verteilerstationen Süßigkeiten ausgefahren die dann noch an die einzelnen Näherinnen verteilt werden.   Für die Fahrdienste der Feuerwehren wurden Gummibärchen verteilt. Auf Anfrage stelle die Firma EDEKA Südbayern für alle Näherinnen ein kleines „Süßigkeiten-Dankeschön-Geschenk“ kostenlos für die Näherinnen zur Verfügung. Vielen Dank allen Näherinnen die hier in der schwierigen „Corona-Zeit“ die Einsatzkräfte unterstützt haben und ihre Freizeit zum Nähen der Masken geopfert haben.
„Danke nochmals allen Helferinnen und Helfer, auf Euch alle sind wir sehr stolz – ihr seid SPITZE“
Ein Dankesschreiben der Kreisbrandinspektion und des Landratsamtes rundet diese Aktion ab.
Die Feuerwehrwehren aus Kipfenberg, Beilngries, Hepberg, Pförring, Mörnsheim, Buxheim waren bei den Fahrdiensten im Einsatz. Die Feuerwehren aus Ochsenfeld, Gungolding, Pollenfeld, Workerszell und Hofstetten waren auch noch beim Zuschneiden der Stoffe beteiligt. Der Dank gilt auch der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung-UGÖEL (Markus Hanrieder, Michael Drätzl und Christian Heckl) für die Schutzbekleidung-Materialausgaben an den Wochenenden am Kreisbauhof für die Arztpraxen aus dem Landkreis.

Im Bild das Koordinatoren Team: (von links nach rechts)
Martin Lackner (Kreisbrandrat), David Vogl (Landratsamt), Markus Hanrieder (Kreisbrandmeister-UGÖEL),
Hans Baumeister (Kreisbrandinspektor), Nadin Huber (FF-Pförring), Larissa Baumann (Gemeindeverwaltung Denkendorf), Franz Waltl (Kreisbrandinspektor), Dominik Überall (FF-Kipfenberg), Christoph Schermer
(Kreisbrandinspektor)  

 

Martin Lackner - Kreisbrandrat