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DLAK 23/12 (Drehleiter mit Korb)

Florian Kösching 30/1
  • Fahrgestell: Iveco
  • Aufbau: Magirus
  • Baujahr: 2012
  • Indienststellung: 2012

 

Nach 31 Dienstjahren hatte die Drehleiter der Köschinger Feuerwehr im Jahr 2012 endgültig ausgedient. Kein Wunder, das Fahrzeug war nämlich nicht nur in Kösching im Einsatz. So wurde der Wagen in seinem „ersten Leben“ 18 Jahre bei der Berufsfeuerwehr München fast täglich eingesetzt, ehe er von der Köschinger Wehr übernommen wurde. Der „Zahn der Zeit“ war dabei nicht spurlos vorbeigegangen: Schäden am Leiterpark sowie erhebliche Gebrauchs- und Verschleißspuren machten einen weiteren Einsatz nicht mehr möglich.

„Als wir nach einem Ersatzfahrzeug für unsere alte Drehleiter Ausschau hielten, wurden mehrere Möglichkeiten geprüft“, erinnert sich Köschings Kommandant Jürgen Meier zurück. Aus Gesichtspunkten der Wirtschaftlichkeit und der Kosten wurden eine Restaurierung des vorhandenen Geräts sowie der Kauf eines Gebrauchtwagens ausgeschlossen. „Die beste Lösung stellte eine Neuanschaffung dar”, so Meier weiter.

Durch die Weitsicht des Marktgemeinderats sowie den unermüdlichen Einsatz einiger engagierter Kameraden wurde das Vorhaben „Neue Drehleiter“ rasch verwirklicht! „Florian Kösching 30/1“ – so der Funkrufname – konnte bereits Mitte Juli im Ulmer Herstellerwerk abgeholt werden.

Bei dem neuen Fahrzeug handelt es sich um eine Magirus-Leiter, welche auf einem Iveco-Fahrgestell aufgebaut wurde. Mit einer Besatzung von drei Feuerwehrleuten werden zahlreiche Geräte zum Einsatzort transportiert: Neben einem 13kVA-Stromerzeuger, dem Hochdrucklüfter, einem Wasserschaumwerfer sowie einem kompletten Absturzsicherungssatz werden auch wichtige Ausrüstungsgegenstände für die Personenrettung mitgeführt. So zählen Korbtrage, Sprungretter und eine sogenannte “Schleifkorbtrage” zur Beladeliste.

Mit der Drehleiter lassen sich Höhen von bis zu 23 Metern ansteuern – bei einer maximalen Ausladung von 12 Metern. Der Rettungskorb, an welchem wahlweise auch ein Wasserwerfer, die Krankentrage oder der Hochdrucklüfter angebracht werden kann, bietet vier Einsatzkräften Platz.

Eine Besonderheit stellen die sogenannte „Schachtrettungs- und Kranfunktion“ dar. Hierbei sind drei Ösen am Leiterpark bzw. am Korb vorhanden, mit welchen Lasten von bis zu vier Tonnen angehoben werden können.

Seit ihrer offiziellen Indienststellung im August hat sich das Fahrzeug schon bei zahlreichen Personenrettungen sowie größeren Brandeinsätzen bewährt! „Durch die hervorragende Zusammenarbeit mit der Herstellerfirma konnte ein Fahrzeug geschaffen werden, das absolut auf die Belange der Köschinger Wehr zugeschnitten ist”, bringt es Kommandant Meier auf den Punkt.