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HLF 20 (Hilfeleistungslöschfahrzeug)

Florian Großmehring 40/1
  • Fahrgestell: MAN TGM 15.290
  • Aufbau: Rosenbauer
  • Baujahr: 2016
  • Indienststellung: 2016

 

Für ihr neues Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) wählte die Feuerwehr Großmehring eine Kombination, wie sie derzeit vielfach von den Wehren im Landkreis Eichstätt beschafft wird. So wurde das Fahrzeug auf einem MAN-Fahrgestell realisiert, während die österreichische Firma Rosenbauer den feuerwehrtechnischen Aufbau fertigte. Auch wenn man diese „Variante“ sehr häufig antrifft – das Großmehringer HLF birgt einige Besonderheiten!

Dies wird bereits deutlich, wenn man einen Blick auf das „Äußere“ wirft. Denn entgegen dem allgemeinen Trend entschieden sich die Verantwortlichen für ein sogenanntes „Straßenfahrgestell“ – daher die etwas „niedrige Erscheinung“. Einzigartig in der gesamten Region ist auch das Design des Neuwagens: Hier ließ man die „Skyline“ des Feuerwehrgerätehauses anbringen.

Im „Inneren“ war es den Wehrleuten wichtig, dass alle Gerätschaften leicht zugänglich sind – ohne Auszüge oder viele aufklappbare Gerätewände. Großen Wert legte man darauf, dass mit der vorhandenen Beladung die meisten Einsatzlagen im „Alleingang“ bewältigen werden können. Hinter diesem Grundsatz verbirgt sich eine Thematik, die alle Freiwilligen Feuerwehren in Bayern kennen: Tagsüber befinden sich die meisten Aktiven – arbeitsbedingt – außerhalb des Gemeindebereiches und sind somit nicht für Einsätze verfügbar.

Öffnet man die Geräteräume des Großmehringer „Allrounders“, so lässt sich feststellen, dass die beiden Punkte „Zugänglichkeit“ und „Gerätevielfalt“ sehr gut erfüllt wurden. So wurden neben Schläuchen, Armaturen und einem Hochdrucklüfter auch ein mobiler Wasserwerfer, ein Rauchschutzvorhang und eine Notfalltasche für den Sicherheitstrupp verladen. Die vier Atemschutzgeräte wurden – ebenso wie deren Überwachungseinheit („CheckBox“ der Firma Pölz) und zwei Wärmebildkameras im Mannschaftsraum untergebracht.

Das Ressort der technischen Hilfeleistungen wird unter anderem mit einem hydraulischen Rettungssatz – samt Rettungszylinder, Unterbau- und Abstütz-Equipment, Motorkettensäge, Rettungssäge, Lkw-Rettungsplattform und Schleifkorbtrage abgedeckt.

Ebenso stehen eine fest eingebaute Seilwinde, ein formstabiler und 50 Meter langer Schnellangriffsschlauch, Beleuchtungsgeräte und ein ausfahrbarer Lichtmast zur Verfügung.

Die eingebaute Feuerlöschpumpe erbringt bei einem Druck von 10 bar eine Leistung von ca. 3.500 Litern in der Minute. Der Löschwassertank beinhaltet 2.000 Liter, während auch 200 Liter Schaummittel mitgeführt werden. Apropos „Schaum“: Dieser kann über das System „Rosenbauer Digmatic“ mit einer Zumischrate von 0,1 % bis 6% zugeführt werden.

Mit der Abholung des Hilfeleistungslöschfahrzeuges am 20. Juli 2016 konnte die letzte „Lücke“ im Fuhrpark der Großmehringer Wehr geschlossen werden. So ersetzt das HLF ein Löschgruppenfahrzeug LF 16/12 aus dem Jahre 1992.