Explosion / Brand eines Spänesilo

Erneute Verpuffung
Wieder brennt ein Silo bei Binderholz

Die Firma Binderholz im Interpark kommt nicht zur Ruhe: Im Zusammenhang mit einer Verpuffung in einem Silo am vergangenen Samstag und nach einer kleinen Explosion am Mittwoch kam es in der Nacht zum Donnerstag erneut zu einer Verpuffung – und zwar in einem anderen Silo auf dem Betriebsgelände.
Dabei entstand laut Polizei ein Schaden von 4000 bis 5000 Euro. Verletzt wurde niemand.
Der Köschinger Feuerwehr zufolge kann ein Brand in einem Silo nicht völlig gelöscht werden, teilte gestern ein Sprecher der Ingolstädter Polizeiinspektion auf Anfrage des DONAUKURIER mit. Nach der Verpuffung am Wochenende, bei der ein 43-jähriger Mitarbeiter verletzt wurde, begannen die Helfer deshalb, den mit Trockenspan befüllten Speicherturm zu leeren. „Ein solcher Vorgang gestaltet sich schwierig und benötigt mehrere Tage“, so der Polizeisprecher.
Die Ermittler gehen davon aus, dass am Mittwochnachmittag über ein Förderband Glut aus dem ersten beschädigten Silo in ein weiteres, mit Trockenspan befülltes Silo in der Nähe gelangt ist und dort zu einer kleinen Explosion und zu einem Brand geführt hat. Diese hatte laut Polizei eine Stichflamme zur Folge, wodurch die Sprinkleranlage der Firma aktiviert wurde. Zudem waren durch die Druckwelle Klappen an der Oberseite des Silos aufgesprengt worden, die speziell für den Druckausgleich angebracht sind.
Eine derartige Klappe hatte bereits am 16. September einen Mitarbeiter von Binderholz am Knie verletzt (DK berichtete). Diese Verpuffung war durch Funkenbildung während der Produktion ausgelöst worden. „Die Ursache dafür ist immer noch unbekannt“, betonte der Polizeisprecher gestern. Der 43 Jahre alte Karlskroner musste mit der Drehleiter gerettet werden.
In der Nacht zum Donnerstag mussten die Feuerwehren schließlich zum dritten Mal innerhalb von wenigen Tagen zu dem Gewerbegebiet bei Kösching ausrücken. Im noch befüllten, rund 35 Meter hohen Silo flammte das Feuer gegen 2.20 Uhr erneut auf. „Die Löscharbeiten gestalteten sich unproblematisch“, sagte der Sprecher der Polizeiinspektion. Im Einsatz waren erneut die Feuerwehren aus Kösching und Großmehring.
Alle drei Vorfälle hängen laut Polizei zusammen. Wie genau es zum jüngsten Unfall gekommen ist, müssen die Ermittler aber noch klären.
(Quelle: Donaukurier)


Einsatzart Brand
Alarmierung
Einsatzstart 20. September 2017 14:35
Alarmierte Einheiten FF Kösching
FF Großmehring
Kreisbrandmeister
Kreisbrandinspektor
Kreisbrandrat
UG-ÖEL
LRA Eichstätt