„Gemeinsam Stark für die Zukunft“ – „Ausbildungs-Synergieeffekte schaffen“

Erstmals legten im Landkreis Eichstätt Floriansjünger aus vier größeren, eigenständigen Gemeindefeuerwehren zeitgleich die kompletten drei Teile der Feuerwehrgrundausbildung im Zusammenschluss ab.

Vorausschauender "Ausbildungs-Synergieeffekt für die Zukunft" - nach diesem Motto haben die Feuerwehren aus Hepberg, Lenting, Kösching und Stammham die kompletten drei Teile der Feuerwehrgrundausbildungen gemeinsam und an drei verschiedenen Standorten an drei Samstagen abgelegt. Über 50 Floriansjünger aus Hepberg, Lenting, Kösching und Stammham wurden von den motivierten Ausbildern in den verschieden Grundausbildungsthemen unterrichtet.

Ausbildung zum "Truppmann Teil 1", der Einstieg zum Feuerwehrmann oder zur Feuerwehrfrau, wurde in Lenting und Kösching abgehalten. Allgemeine Rechtsgrundlagen, fachbezogene Grundlagen, Fahrzeug- und Gerätekunde, Einsatzlehre im Brandeinsatz (Theorie und Praxis) und Technischer Hilfeleistung (Theorie und Praxis) wurden unterrichtet. Die Ausbildung zum "Truppmann Teil 2" wurde in Stammham abgehalten. Themen wie: Stressbewältigung, Gefährliche Stoffe, Unfallverhütung, Wasserförderung und Organisationsgrundsätze wurden hier unterrichtet. Am Standort Hepberg wurde der letzte Teil, der Grundausbildung der "Truppführer" abgelegt. Themen wie: Rechtsgrundlagen, Gefährliche Stoffe, Brennen und Löschen sowie Gefahren an der Einsatzstelle runden die Feuerwehr-Grundausbildung letztendlich ab.

Ein Einstieg bei der Feuerwehrgrundausbildung mit 15 Jahren und das Ablegen der kompletten Grundausbildung dauern mit verschiedenen Wartezeiten mindestens 4 Jahre. Zwischen den jeweiligen Lehrgängen wird an den jeweiligen Standorten die Grundausbildung weiter durchlaufen. Diese drei Grundausbildungsstufen müssen von allen Feuerwehrlern durchlaufen werden. Sie sind Voraussetzung um alle Leistungsprüfungsstufen ablegen zu können, Ausbildungsstätten des Landkreises Eichstätt zu besuchen oder an den drei bayerischen Feuerwehrschulen zugelassen werden zu können. Die vier Kommandanten der beteiligten Feuerwehren Renè Karmann (Hepberg), Christian Hubrich (Lenting), Jürgen Meier (Kösching) und Martin Lackner (Stammham) befassten sich seit geraumer Zeit mit dem Gedanken diese große gemeindeübergreifende Grundausbildung, gleichzeitig und an verschiedenen Standorten durchzuführen. Neben dem wichtigen, gegenseitigen Kennenlernen das im Einsatzfalle die Zusammenarbeit erheblich fördert und im gemeinsamen Einsatzbereich der Feuerwehren im Einsatzfalle sehr hilfreich ist, konnten an den Ausbildungsstandorten die jeweils unterschiedlichen Fahrzeuge und Gerätschaften im praktischen Ausbildungsteil benutzt werden.

Im Feuerwehrgerätehaus in Lenting legten unter den kritischen Augen der drei Kreisbrandmeister Josef Knabl, Alois Girtner und Martin Lackner gemeinsam im Anschluss nach den drei Ausbildungssamstagen in einem schriftlichen Prüfungstest, die Teilnehmer Fragen des Feuerwehrwesens ab. Allen Teilnehmern konnte im Anschluss durch die Führungskräfte der Kreisbrandinspektion zum erfolgreichen Bestehen gratuliert werden. Alle Teilnehmer erhielten somit auch den ersehnten Eintrag ins Feuerwehrdienstbuch. Die Truppmann Teil2 und Truppführer Teilnehmer erhielten zusätzlich noch eine Urkunde.

Beim abschließenden Grußwort der drei Kreisbrandmeister konnten nur lobende Worte an die jeweiligen Kommandanten mit ihren Ausbildern und an alle Teilnehmer gerichtet werden. Ein großer Dank ging an die vier Feuerwehren die wie auch alle anderen Feuerwehren, 365 Tage im Jahr für die Allgemeinheit ihren Einsatz geben. Diese Bereitschaft, die verantwortungsvolle Arbeit in der Feuerwehr zu übernehmen ist ein unbezahlbares Gut in unserer Gesellschaft. Jede Gemeinde könne auf ihre weiblichen und männlichen Floriansjünger sehr stolz sein und sich auch in Zukunft auf die gut ausgebildeten Feuerwehrdienstleistenden verlassen. "Feuerwehr ist wie Demokratie - man muss einfach nur mitmachen"! Ein ganz besonderer Dank ging zum Schluss an den Kommandanten der Feuerwehr Lenting, Christian Hubrich der mit seinen Helfern noch einen kulinarischen Abschluss organisiert hatte.